‚puffins‘ ist die name einer pre-school, dessen schild ich jeden tag sehe und daran vorbeilaufe, während ich mir ein lächeln nicht verkneifen kann und denken muss: mei, is‘ des süß. ja so ist das hier in england, lauter süße wörter.  und auch noch so: ganz anders.

‚queing‘ wird der meinem herzen sehr nahe liegende phänomen genannt, dass engländer sich in eine reihe stellen zu pflegen. und nicht nur bei bankautomaten. nicht nur bei den bushaltestellen. sondern immer und übeall. das beste an diesem sehr zivilisertem brauch ist nichtnur, dass aufgrund des mangels an drängeln KEIN KÖRPRLICHER KONTAKT entsteht (ich weiss, dass großbuchtaben im internet ‚geschrien‘ entsprechen, deshalb möchte ich mich entschuldigen euch quasi angeschrien zu haben, aber ich habe verdeutlichen wollen wie sehr mir physischer kontakt mit wildfremden leuten die auf der ubahntreppe an dir vorbeistreifen zuwieder ist), sondern auch dass zB an der supermarktkasse es eine reihe gibt und man jeweils an die ‚cassa‘ vorschreitet der gerade frei wird. jaha. dadurch spart man sich nähmlich zeit. durch den tagtäglich gebrauch des ‚queing‘ kann ich mir vorstellen dass gebürtige briten und britinnen sozusagen in reihen ‚denken‘. wie ich darauf komme? nun, tagtäglich passiert es mir, dass sich leute nett an mich wenden, sich kurz entschuldigen und dann weitergehen bzw mit ihrer jeweils unterbrochenen tätigkeit weitermachen. und ich habe nicht die slightest idea warum sie sich entschuldigt haben. ich schätze, weil sie mich aus versehen zwischen den supermarktregalen ‚überholt‘ haben und damit einen undeutliche, unidentifizierbare ‚reihe‘ verletzt haben.

okay, zugegeben, das war jetzt ein bisschen unpersönlich. mir ist meine verantwortung durchaus bewusst. auch, dass ich bei nicht einer minderen anzahl von euch für schlaflose nächte gesorgt habe durch meinen post über die legging-tragenden engländerinnen. nun, ihr braucht euch nichtmehr schweißgebadet in euerem kalten bettlaken zu wälzen – ich habe die antwort auf eure frage: was tragen sie zu den leggings? und die antwort ist: sandalen. ja, sandalen (römersandalen, flip-flops, etc). und das verb ‚tragen‘ ist im präsens, dh heute am 02. oktober  – IM OKTOBER! – haben sie so zu tun gepflegt. Ich in diverse lagen kleidung gepackt, auf die goldene regel der wärmende luftschichten achtend, muss ziemlich komisch rüberkommen. und ich wette ich würde unverständlich blicke und hochgezogene augenbrauen ernten, wenn die leute hier ihre emotionen zeigen würden. aber das tun sie nicht! und es ist herrlich!

wieso ich über römersandalen, puffins und anderen ’schmarrn‘ schreibe, obwohl ich mich eigentlich aufgrund einer akademischen tätigkeit – nähmlich mein studium – im ausland befinde? hat sie denn nichts zu tun?? nun, ich muss gestehen, diese woche hatte ich noch nicht wirklich viel zu tun, denn es war freshers week, was mit dem freshers fair auf dem campus am montag begonnen hat, sich mit kleinen aber sehr geschmeidig über die bühne gebrachten auseinandersetzungen mit dem international office und der zicke hinter der pult in der bibliothek (sie mag mich definitiv nicht – hiermit möchte ich nach personal mit dem xy kromosom an akademischen einrichtungen fordern. und ja ich erinnere mich an unsere fabelhafte assistenntin im 3. semster, ja, sie war einsame spitze, aber auch eine ausnahme…) durch die woche gezogen hat und am sonntag mit dem freshers ball ein ende nehmen wird. aber nichtsdestotrotz bin ich schon ‚busy doing some research‘ – nähmlich für eine gebäudeanalyse, die ich dieses semester anfertigen werde; und der im akademischem englisch verfasst werden soll. und ich kann nichtmal das ‚gemeine‘. auf jeden fall, nächste woche montag, dann gehts ab wie crazy bananas. (mit allen 13 leuten die im 3. jahr hier architektur studieren ausser mir…  )