Ich habe mich entschieden dem peer-pressure nachzugeben und auch (wieder) mit dem bloggen anzufangen. (Ob man bloggen wirklich mit 2 g schreibt? Gute Frage. Meinem Gefühl nach ja. Und auf was sollte ich hören, wenn nicht auf meinem Gefühl, nach ihm steuere ich schon seit Jahren durch das äußerst tückische Gewässer der deutschen Sprache…. Das Witz bei der Sache ist, dass weder Vernunft noch Gefühl dir dabei helfen. Wenn es drauf ankommt ist es aber doch das Gefühl, was Recht hat.)

   Okay, ich darf hiermit gleich warnen, dass alle meine Posts nach dem gleichen Schema gestrickt sein werden und es immer gleich verlaufen wird. Wie eine Folge Simpsons. Am Anfang macht das plotline noch Sinn, du kannst das Nacheinander der Geschehen mehr oder weniger logisch nachvollziehen – doch irgendwann kommt der Knick – das was Simpsons ausmacht. Der plot nimmt einen völlig unvorhersehbaren turn und fokussiert auf einen bisher nebensächlichen Geschehen oder Charakter. Dann spaltet sich die Haupthandlung in meistens drei oder vier parallel verlaufende und gleichgewichtigte Handlungen. For instance: Homer streift mit Bart durch die nächtliche Stadt auf der Suche nach superheisser Ware: es ist Hauptentrümpelungstag. Homer findet eine Holzstatue eines hawaiianischen Gottes, nimmt es mit nach Hause, nur um die Gasleitung umzuverlegen und dadurch Feuer aus dem Munde des Gottes speien zu können und damit die Hecke zwischen dem Haus der Simpsons und dem der Flanders abzufakeln. ‚Ich bin bei Moe.‘ (KNICK) Bei Moe realisiert dann Barney dass er sein Leben als Trunkenbold nur vergeudet und wird wiedermal für einige Zeit nüchtern, inzwischen (PARALLEL ACTION) versuchen Lisa und Bart ein Photo für das Cover des neuen Springfielder Telefonbuches zu knipsen etc. So meinte ich es…

    Und obiges nennt sich übrigens zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: ich habe nicht nur meine ultimative Theorie zu den Simpsons bewiesen – was wahrscheinlich jedem dritten eh aufgefallen ist – , sondern gleichzeitig auch, wie zerbröckelt, inkonsequent, hin-und-herspringend und notorisch schlecht aufgebaut dieses Post ist und alle folgenden sein werden. Seid also gewarnt: schlechtes Deutsch, ( als Jünger Thomas Manns, der jedoch nicht über den Talent eines jeden Autors verfügt) lange Sätze, die fast keinen Sinn machen, ein akutes Missbrauch der Interpunktion, ein chronisches Nichtvorhandensein des Textaufbaus, das totale Scheitern bei der Verwendung deutscher Artikel, und zu guter Letzt: Anglizismen in Unmengen   – dies alles erwartet euch. Und das alles hat schon manchen von uns inklusive meines hochverehrten memorablen ‚renaissance man‘ von Kunstgeschichtslehrers zur Verzweiflung getrieben, indem er im dunklen, kalten, nassen und moorigen Urwald der schlecht geschriebenen deutschen Sätze umher irrte (und sich wahrscheinlich dabei fühlte wie Dante Alighieri – nudge nudge wink wink – ).

    Und zu guter Letzt Dinge, die vielleicht sogar von minderwertiger Interesse sein können: Ja, ich habe total Panik bekommen wegen Bournemouth und habe keine Ahnung wie das alles klappen soll, alle sind schon weg und genießen ihr neues und aufregendes Leben an den interessantesten Orten der Welt, haben schon alles regelt: Uni, Wohnung, Freunde. Und alles woran ich denken kann ist, dass es bei mir nicht klappen wird, ich bin total schlecht beim socializen, und es ist nicht um geheimnisvoll und interessant zu wirken sondern, weil mich die meisten Menschen wirklich langweilen und das ist so arrogant, dass ich mir denken muss: ’so arrogant wie du bist kann es ja nie klappen‘ und natürlich gebe ich mir dann auch keine Mühe mehr und hinzu kommt noch, wie es sich herausgestellt hat, werde ich meilenweit von der Uni wohnen, wobei ‚Uni‘ eigentlich eine falsche Bezeichnung ist, denn es ist ja offiziell keine; und überhaupt.

    Ich habe mir einen neue Brille gekauft. (Keine Sonnenbrille, sondern eine richtige.) Sehe darin aus, wie ein alter italienischer Professor für Philologie. Oder wie Le Corbusier. Jetzt wird sich garantiert keiner mehr trauen mich anzusprechen. Ha!